Zwei Monitore mit NVIDIA-Grafikkarte

[getestet für: Linux Mint 17.1 und 17.2, Cinnamon]

Meinen Desktop-PC mit dem Mint-Betriebssystem nutze ich schon seit geraumer Zeit mit zwei Monitoren. Dabei hat es sich für mich bewährt, den linken Bildschirm für „aktuelle“ Aufgaben, also zum Arbeiten, Surfen oder Spielen zu nutzen, während der rechte Monitor bei mir für „Hintergrundinformationen“ gedacht ist, also zum Beispiel für Wettervorhersagen, News-Feeds, Systemlast-Anzeigen, Filme und ähnliches. In der folgenden Anleitung habe ich kurz zusammengefasst, wie man zwei Monitore mit NVIDIA-Grafikkarte unter Linux Mint 17.x einrichten kann.

Ganz konkret kommt bei mir eine  GeForce GTX 650 amazon_icon -Grafikkarte von NVIDIA zum Einsatz, grundsätzlich dürfte die Anleitung aber für alle halbwegs neueren Grafikkarten von NVIDIA funktionieren. Daran habe ich zwei  Bildschirme mit jeweils einer Auflösung von 1920 x 1080 Pixeln angeschlossen, einmal per HDMI und einmal per DVI. Die identische Auflösung ist zwar technisch nicht zwingen erforderlich, aber zumindest im Hinblick auf das Nutzungsgefühl wohl sinnvoll, da man so eher den Eindruck eines zusammengehörigen Desktops erhält.

Einstellungen für den zweiten Monitor
Einstellungen für den zweiten Monitor

Zur Konfiguration bietet es sich nach der Installation des proprietären Treibers von NVIDIA an, das mitgelieferte Konfigurationsprogramm des Herstellers zu verwenden. Die NVIDIA X Server Settings  findet man im Mint-Menü unter Systemeinstellungen.
Für den oben beschriebenen Einsatzzweck ist es erforderlich, jeden Monitor als eigenen X Screen zu konfigurieren. Dazu wählt man in der X Server Display Configuration unter dem Menüpunkt Configuration für den ersten Monitor X screen 0 und für den zweiten Monitor New X screen/ X screen 1. Der linke Monitor (X screen 0) wird dadurch als Hauptbildschirm definiert, auf dem auch beim Hochfahren des Systems die Informationen zum Boot-Prozess angezeigt werden. Darüber hinaus muss man bei Enable Xinerama ein Häkchen setzen, da Xinerama den Bildschirmübergreifenden Desktop realisiert.

Um die Konfiguration zu sichern und direkt beim Startvorgang des Systems den richtigen Hauptmonitor (X screen 0) verfügbar zu haben sollte man die Konfigutation noch in der Konfigurationsdatei des X-Servers speichern mit der Option Save to X Configuration File. Der Speicherort für diese Datei ist üblicherweise /etc/X11/xorg.conf.

Abspeichern der Konfiguration für den X-Server
Abspeichern der Konfiguration für den X-Server
Arbeitsflächen nur auf dem Hauptbildschirm nutzen
Arbeitsflächen nur auf dem Hauptbildschirm nutzen

Nach den oben beschriebenen Schritten werden beide Monitore wie ein großer Desktop behandelt, wobei auch die Arbeitsfläche jeweils mit gewechselt wird. Mir persönlich gefällt es besser, wenn der Arbeitsflächenwechsel nur auf dem linken Bildschirm passiert, während der rechte Monitor dauerhaft eine einzelne Arbeitsfläche – eben für Hintergrundprozesse und ähnliches – anzeigt. Dies erreicht man, indem man im Mint-Menü unter Einstellungen die Option Arbeitsflächen wählt und dort dann wiederum unter dem Reiter Einstellungen einen Haken setzt bei „Nur die Arbeitsflächen des Hauptbildschirm benutzen“. Wie dort zu lesen ist, ist anschließend ein Neustart der Cinnamon-Oberfläche notwendig.

Quellen und weitere Informationen:

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