Neueste Intel-Grafik-Treiber installieren

Wer einen Computer oder Laptop mit einem Intel-Grafik-Chip besitzt hat vielleicht auch schon versucht, unter Linux Mint die neuesten Treiber zu installieren. Intel bietet dazu einen Installer für verschiedene Linux Distributionen an – unter anderem Ubuntu.

Der Versuch, den Installer auch für Linux Mint zu nutzen scheitert zunächst, denn Linux Mint wird als nicht unterstützte Distribution erkannt – was natürlich so nicht stimmt da Ubuntu die Basis von Linux Mint bildet.

Abhelfen kann man dem Problem, indem man die systemeigene Angabe der Linux-Version ändert. Dazu helfen die folgenden Anweisungen, mit denen wir zuächst eine Backup-Datei anlegen und dann die lsb-release-Datei editieren.

sudo cp /etc/lsb-release /etc/lsb-release.bak
sudo gedit /etc/lsb-release

In der Release-Datei ändern wir die Distributions-ID zu Ubuntu, die Release-Verison auf 13.10 und den Code-Namen zu saucy. Die Beschreibung der Distribution kann unverändert bleiben.

Screenshot_DistroAenderung

Nach den Änderungen kann man nun den Installer starten und de Installation der neuen Pakete veranlassen.

Abschließend setzen wir dann noch die Versions-Angabe auf Linux Miint zurück, indem wir die zuvor gesicherte Backup-Datei zurückspielen.

sudo rm /etc/lsb-release
sudo mv /etc/lsb-release.bak /etc/lsb-release

Nach einem Neustart des Systems stehen dann die aktuellsten Intel-Treiber zur Verfügung.

KDE: Fenster auf bestimmter Arbeitsfläche starten

Wer unter Linux Mint mehrere „Workspaces“ nutzt hat es sich möglicherweise – so wie ich – zur Gewohnheit gemacht, bestimmte Anwendungen immer der gleichen Arbeitsfläche zuzuordnen, also z.B. Chat- und Mail-Programme auf Arbeitsfläche 1, Bürosoftware wie Libreoffice auf Arbeitsfläche 2 und so weiter…

Damit die Programm nicht immer jeweils neu und „von Hand“ auf die gewünschte Arbeitsfläche verschoben werden müssen ist es möglich, unter KDE direkt anzugeben wo das jeweilige Programm starten soll.

Dazu klickt man mit der rechten Maustaste auf die Kopfzeile des Fensters, wählt „Weitere Aktionen“ und danach „Spezielle Einstellungen für dieses Programm“. Im nun erscheinenden Konfiguations-Fenster lassen sich die gewünschten Einstellungen vornehmen.

Dazu setzt man einen Haken bei „Arbeitsfläche“ und wählt aus, dass bei Initialisierung die jeweils gewünschte Arbeitsfläche ausgewählt sein soll. Denkbar wäre es auch, ein bestimmtes Fenster für das Programm zu erzwingen mit der entsprechenden Option.

Bildschirmfoto_Fensterstart

Neben der Auswahl der Arbeitsfläche lassen sich noch eine ganze Reihe weiterer Optionen festlegen, z.B. konkrete Start-Koordinaten für das Fenster oder eine vorgegebene Größe.

 

 

K-Menü mit Windows-Taste öffnen

Üblicherweise lässt sich unter Linux Mint mit der KDE-Oberfläche das K-Menü mit der Tastenkombination Alt+F1 öffnen. Für Nutzer, die ansonsten häufig in der Windows-Welt unterwegs sind, ist diese Verknüpfung ungewöhnlich, und auch als Linux-Nutzer kann es vorteilhaft (also in diesem Fall zeitsparend) sein, wenn man das K-Menü mit nur einer Taste aktivieren kann.

Die Zuordnung einer Taste über die globalen Kurzbefehle ist leider nicht ohne weitere möglich, da die Meta- (also Windows-) Taste von Haus aus nur in Kombination mit anderen Tasten genutzt werden kann.
Bildschirmfoto_Meta+

Abhilfe kann das Paket ksuperkey schaffen. Dazu muss man zunächst das folgende PPA von Eugene Mikhantiev hinzufügen und anschließend ksuperkey installieren, z.B. mit folgender Anweisung im Terminal.

sudo add-apt-repository ppa:mehanik/ksuperkey
sudo apt-get install ksuperkey

Nach einem anschließenden Neustart des Computers sollte sich das „Start“-Menü dann auch mit der Windows-Taste öffnen lassen.

Skygo mit Linux Mint

Mittlerweile ist es möglich, auch das Angebot von SkyGo unter Linux zu nutzen. Probleme bereitete dabei bislang in der Regel das Silverlight-Plugin von Microsoft, welches unter Linux nicht (bzw. nur über Umwege) verfügbar ist. Abhilfe schafft Pipelight, da hierdurch mithilfe von Wine die Ausführung des Silverlight-Plugins auch in Linux-Browsern ermöglicht wird.

Weil der Betrieb unter Firefox mitunter Probleme in Form von Abstürzen und „ruckeligen“ Bildern verursachte bezieht sich die folgende Anleitung auf die Installation für den Chromium Browser, welcher – allerdings rein subjektiv – das Abspielen problemloser ermöglichte. Als Version von Linux Mint liegt diesem Artikel Petra (Linux Mint 16) zugrunde.

Um auf Microsoft Silverlight basierende Angebote mit Linux Mint nutzen zu können muss man zunächst das PPA-Repository für Pipelight hinzufügen:

sudo add-apt-repository ppa:pipelight/stable

Anschließend aktualisiert man die Paketquellen und installiert Pipelight mitsamt der empfohlenen Pakete.

sudo apt-get update &&
sudo apt-get install --install-recommends pipelight-multi

Weil hierbei auch Windows-Schriftarten von Microsoft installiert werden, wird man im Verlauf des Installationsprozesses nach seiner Zustimmung zur entsprechenden Lizenz-Vereinbarung gefragt, was man für eine erfolgreiche Installation in diesem Fall bejahen muss.

Zuletzt bringen wir noch das gerade installierte Pipelight-Plugin auf den neuesten Stand mithilfe von:

sudo pipelight-plugin --update

Per Voreinstellung ist nach der Installation noch kein Plugin aktiviert. Um SkyGo nutzen zu können benötigt man das Silverlight-Plugin in der Version 5.0. Die derzeit neueste Version 5.1 verursacht im Zusammenspiel mit Linux Probleme. Zum Aktivieren der 5.0-Version nutzt man:

sudo pipelight-plugin --enable silverlight5.0

Den angegebenen Lizenz-Vereinbarungen muss man auch hier zustimmen.

Zum Testen der Installation kann man anschließend zum Beispiel bubblemark.com aufrufen. Sofern alles korrekt installiert ist wird die Bewegung der Bälle animiert. Mit einem Rechtsklick auf die Animation und das Auswählen von „Silverlight“ kann man darüber hinaus überprüfen, ob auch die richtige Version (5.0) von Silverlight installiert ist.

Danach sollte man mit dem Systemcheck von SkyGo testen, ob alle weiteren Bedingungen zum Anzeigen der Videos erfüllt sind.

Auch wenn bei diesem Systemcheck der Chromium-Browser (oder auch Firefox) mit einem grünen Haken versehen werden genügt dies noch nicht ganz – wir müssen erst noch Vorgeben unser Browser würde unter Windows betrieben. Dazu hilft bei Chromium die Erweiterung „User-Agent Switcher„. Mit einer ähnlichen Erweiterung sollte es auch in Firefox möglich sein, dass der Browser sich als andere (nämlich Windows-) Version von Firefox ausgibt.

Nachdem das Plugin „User-Agent Switcher“ installiert ist wählen wir „Windows Firefox 15“ als aktuellen User-Agent.

Bildschirmfoto_UserAgentSwitcher

Mit dem Systemcheck von SkyGo kann nun nochmal überprüft werden, ob der Browser sich tatsächlich als Firefox 15 ausgibt. Nach diesem letzten Schritt sollte es das dann gewesen sein: SkyGo-Filme und -Videos lassen sich nun auch unter Linux Mint abspielen.

PS: Da Linux Mint auf Ubuntu aufbaut sollte die obige Anleitung auch für ein Ubuntu-System funktionieren.