Virenscanner für Linux Mint

[getestet für: Linux Mint 17.2 und 17.3, Cinnamon]

Ob für Linux Virenscanner notwendig sind oder nicht – an dieser Frage scheiden sich die Geister. So verweist beispielsweise ubuntuusers.de darauf, dass unter Linux im Allgemeinen kein Virenscanner notwendig sei, da nur extrem wenig Viren für den Linux-Desktop im Umlauf seien. So weit, so beruhigend.
Andererseits hat gerade die Attacke auf die offizielle Linux Mint-Webseite und das Platzieren von Schadsoftware in den Linux Mint ISOs gezeigt, dass eben auch Linux-Systeme ins Visier von Menschen mit bösen Absichten geraten können und dass eine gewisse Vorsicht und -sorge nicht schaden kann. Darüber hinaus ließe sich mit einem Virenscanner auch Schadsoftware in Dateien (Bildern, Musikdateien, Textdokuemnte…) identifizieren, die zwar für das eigene Linux nicht gefährlich ist, die aber beim Austausch mit Freunden und Bekannten mit Windows-Rechnern potentiell gefährlich werden könnten.
Daher beschreibe ich im folgenden Artikel, wie man den Linux-eigenen Virenscanner ClamAV zusammen mit der grafischen Oberfläche ClamTk unter Linux Mint installieren und nutzen kann. (mehr …)

KeePass 2 auf Deutsch

[getestet für: Linux Mint 17,17.1 und 17.2, Cinnamon und MATE]

Das Programm KeePass ist ein Verwaltungstool für Passwörter, mit dem sich für verschiedene Plattformen von Linux über Android bis Windows Passwörter speichern und verwalten lassen. Bei wichtigen Passwörtern wie E-Mail- oder Bank-Zugangsdaten sollte man sich gut überlegen, ob man diese zentral speichern möchte, denn mit dem KeePass-Passwort steht und vor allem fällt dann gegebenenfalls der Zugang zu diesen. Bei weniger kritischen Diensten – zum Beispiel für diverse Internet-Foren – ist das Programm meiner Meinung nach aber durchaus eine sinnvolle Arbeitserleichterung. Und wenn man KeePass anstelle eines identischen Passworts für alle Dienste nutzt, dann ist KeePass ohne Frage sogar ein Sicherheitsgewinn.

Aus den Paketquellen von Linux Mint 17.2 kann man aktuell KeePass in Version 2.25 beziehen. Nach der Installation ist die Oberfläche jedoch nur auf Englisch verfügbar. Abhilfe schafft die Installation einer zusätzlichen Sprach-Datei.

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Telegram mit Pidgin nutzen

[getestet für: Linux Mint 17 und 17.1, Cinnamon]

Auf dem Mint-Desktop ist Pidgin der Chat-Client meiner Wahl, da sich dort eine ganze Reihe verschiedener Dienste wie ICQ, Skype, Facebbok-Chat und andere in einem Messenger-Programm bündeln lassen. Darüber hinaus bietet Pidgin mehr Konfigurationsmöglichkeiten und Plugins als Empathy, welches Standard-Chat-Programm des Ubuntu-Desktops ist.
Telegram ist ein mobiler Instant-Messenger, dessen Fokus insbesondere auf einer sicheren Kommunikation liegt, zum Beispiel durch verschlüsselte Übertragung der Nachrichten zwischen Client und Server. Der Messenger ist dabei für eine ganze Reihe von Betriebssystemen verfügbar, neben Android, iOS und Windows vor allem auch für Ubuntu Touch und den Linux-Desktop. Der offizielle Telegram-Client für Linux lässt sich beispielsweise hier herunterladen, ist für mich aber nicht erste Wahl um den Desktop nicht mit zu vielen Hintergrund-Programmen zu überfrachten – hier kommt dann Pidgin ins Spiel. (mehr …)

Ubuntu Phone: Authenticator App für Googles Bestätigung in zwei Schritten nutzen

Da das Unternehmen Google in vielen Bereichen der digitalen Welt aktiv ist folgt daraus, dass ein Konto bei Google in der Regel auch eine größere Anzahl an Diensten vereint. Im Dashboard von Google kann man sich einen Überblick darüber verschaffen, was alles mit seinem persönlichen Google-Konto verbunden ist. Dies können beispielsweise Android-Smartphones und -Tablets sein, ein PlayStore-Konto, GMail, ein Youtube-Account und vieles mehr. Da hier eine Reihe durchaus sensibler Daten zusammenlaufen macht es Sinn, sein Google-Konto so gut wie möglich abzusichern.

Ein neues Smartphone mit der 2-Schritt-Bestätigung verknüpfen
Ein neues Smartphone mit der 2-Schritt-Bestätigung verknüpfen

Google selbst bietet dazu unter anderem die Möglichkeit einer Anmeldung in zwei Schritten an, um so den Schutz des Kontos zu erhöhen und das Risiko eines unbefugten Zugriffs auf persönliche Daten im Google-Konto zu verringern. Auf Android-Geräten ist es relativ simpel, den Code, welcher für die Zwei-Schritt-Bestätigung benötigt wird, mit dem Google Authenticator zu erzeugen. Erfreulicherweise ist es aber auch mit dem Ubuntu Phone möglich, die Bestätigung in zwei Schritten zu nutzen.

Um das Ubuntu Phone als Gerät für die Authentifikation zu verwenden ist folgendes nötig: (mehr …)

Linux Mint Firewall aktivieren

[getestet für: Linux Mint 17 und 17.1, Cinnamon und MATE]

Ebenso wie bei Ubuntu ist unter Linux Mint eine Firewall nach der Installation zwar grundsätzlich verfügbar, aber nicht aktiviert. Dies hat mehrere Gründe:

  • Eines der Hauptziele von Linux Mint ist es, komfortabel und einfach bedienbar zu sein. Eine Firewall bietet hier klares Konfliktpotential, wenn nämlich Dienste geblockt werden und dadurch für unerfahrene Nutzer aus unerklärlichen Gründen nicht funktionieren. Benutzerfreundlichkeit geht an dieser Stelle für die Macher von Linux Mint vor Sicherheit.
  • Dieses „Vernachlässigen“ der Sicherheit ist allerdings auch nicht so dramatisch wie es sich zunächst anhört, da man heute wohl davon ausgehen kann, dass viele Linux Mint-Installationen in einer privaten Netzwerk-Umgebung hinter einem Router betrieben werden, der ohnehin eine Firewall-Funktion mitbringt. Daher ist eine zusätzliche Firewall innerhalb des lokalen Netzwerks nicht zwingend erforderlich.
  • Wie die meisten anderen Linux-Distributionen hat Linux Mint in seiner Standardkonfiguration ohnehin nur wenige bzw. keine Ports für die Außenwelt geöffnet, weshalb eine Regulierung durch eine Firewall überflüssig ist.

Dennoch gibt es natürlich auch Gründe die für die Installation einer Firewall sprechen, z.B. wenn man mit einem Laptop häufig in öffentlichen und fremden Netzwerken unterwegs ist oder man Dienste nutzt, die zusätzliche Internetverbindungen erfordern, die man nun genauer im Blick haben oder einschränken möchte. (mehr …)