Linux Mint-Server überlastet

Wie die Entwickler von Linux Mint vor kurzem in ihrem Blog mitgeteilt haben, leiden die Server des Projekts derzeit unter sehr hoher Traffic-Last. So hat sich offenbar allein im Verlauf des letzten Monats (November) der Datenverkehr nahezu verdoppelt. Dies dürfte nicht zuletzt mir der Veröffentlichung von Linux Mint 17.1 zu tun haben.

Einerseits ist dies natürlich ein positives Zeichen, spricht es doch für die immer größer werdende Beliebtheit des Minz-Linux‘. Andererseits kann dies aber auch Probleme beim Pflegen des Systems bedeuten, nämlich dann, wenn bei einem Update die Server überlastet sind. Im „günstigeren“ Fall bedeutet dies nur längere Wartezeiten, ansonsten sind aber auch Verbindungsabbrüche und fehlgeschlagene Updates möglich.

Abhilfe schafft hier das Ausweichen auf alternative Spiegel-Server, welche die gleichen Pakete wie die Repositorys der Entwickler enthalten, in der Regel aber schneller zu erreichen sind – insbesondere dann, wenn die offiziellen Server so wie jetzt überlastet sind. Wie das auswählen von Spiegelservern funktioniert ist in diesem Beitrag beschrieben.

Software-Updates beschleunigen

Normalerweise ist es sinnvoll, die Pakete seines Linux-Systems regelmäßig zu aktualisieren, damit Fehler behoben und Sicherheitslücken geschlossen werden. Standardmäßig sind die Softwareupdates in Linux Mint auch aktiviert. Damit die Updates schneller vonstatten gehen ist es sinnvoll, sich z.B. einen Server in der Nähe zu wählen, welcher die Pakete mit höherer Geschwindigkeit zur Verfügung stellt.

Software-Paketquellen
Software-Paketquellen

Dazu ruft man in der Softwareverwaltung unter „Bearbeiten“ die Einstellung der Software-Paketquellen auf. In der Version 17 von Linux Mint findet sich diese unter dem etwas sperrigen Namen Anwendungspaketquellen. Dort wiederum kann man die Spiegelserver für Linux Mint („Haupt“) sowie für die Ubuntu-„Basis“ auswählen. Lässt man das Fenster mit den verschiedenen Servern eine Zeit lang geöffnet, wird automatisch ein Geschwindigkeitstest durchgeführt. Die Resultate erscheinen dann in Form farbiger Balken rechts neben den Servern – sortiert von langsamen (roten) bis zu schnellen (grünen) Verbindungen.
Nach einer Weile kann man durch einen Klick auf „Geschwindigkeit“ die Server entsprechend sortieren und sich nun einen der schnellen Spiegelserver auswählen. Damit sollten in Zukunft die Software-Updates noch etwas schneller laufen.

Spiegelserver sortiert nach Geschwindigkeit
Spiegelserver sortiert nach Geschwindigkeit